Therapiemöglichkeiten
Mit Medikamenten lässt sich teilweise der Ist-Zustand erhalten und ein Erfolg in der Verdickung dünner gewordener Haare verzeichnen. Eine medikamentöse Behandlung sollte so früh wie möglich erfolgen, damit ein Erfolg zu vermerken ist. Setzt man die Mittel ab, schreitet auch der Haarausfall wieder voran.
Um den Körper so wenig wie möglich zu belasten, startet man mit Haartinkturen, die direkt auf die Kopfhaut aufgetragen werden. Erste Ergebnisse sind nach drei bis sechs Monaten zu sehen. Erst wenn Haartinkturen nicht zum Erfolg führen, werden Tabletten, eingesetzt.
Haarausfall bei Männern wird in der Gesellschaft als normal akzeptiert. Deshalb zahlen die Krankenkassen die erforderlichen Arzneien gegen Haarausfall nicht. Frauen leiden unter dem Haarausfall in der Regel psychisch wesentlich stärker. Die Kassen übernehmen aus diesem Grund, in der Regel, die Behandlungskosten. Die verfügbaren Präparate sind mit einer Ausnahme verschreibungspflichtig
Therapie bei hormonell - erblichem Haarausfall
Ist der Haarverlust einmal in vollem Gange, gestaltet es sich äußerst schwierig, den Trend zu stoppen bzw. neues Wachstum herbeizuführen. Da Haarausfall in den seltensten Fällen einen unmittelbaren Zusammenhang mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung aufweist, ist eine Therapie - falls der oder die Betroffene mit dem Erscheinungsbild keine Schwierigkeiten hat - aus medizinischer Sicht selten von Nöten. Hinzu kommt, dass eine tatsächlich ursächliche Behandlung des hormonell-erblich bedingten Haarausfalls sich als sehr schwierig erweist. Auch wenn immer wieder für vermeintliche Wundermittel geworben wird, einen nachweisbaren Effekt können nur die wenigsten Präparate bieten. Als Erfolg versprechend haben sich in den letzten Jahren die Wirkstoffe Finasterid und Minoxidil heraugestellt
Finasterid hemmt die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT). Der DHT-Spiegel im Blut kann auf diese Weise um bis zu 70 Prozent gesenkt werden. Diese Therapieform ist ausschließlich für Männer geeignet. Kinder, Frauen und insbesondere Schwangere dürfen Finasterid nicht einnehmen. Der Wirkungsmechanismus von Minoxidil im Hinblick auf das Haarwachstum ist noch weitgehend ungeklärt. Es scheint die Haare kontinuierlich zu vergrößern und jene Haarfollikel, die zu schrumpfen begonnen haben, zu verlängern. Als Wirkmechanismus wird dabei eine Förderung der versorgenden Gefäße angenommen.
Ein weiterer Wirkstoff, welcher ebenfalls die Umwandlung von Testosteron hemmt, ist Alfatradiol (17a-Estradiol). Nachgewiesen ist, dass er den Anteil der Haare in der Wachstumsphase erhöht, den Anteil der Haare in der Ruhephase dagegen senkt.
Diese Beobachtungen gelten als Indiz dafür, dass Alfatradiol in der Lage ist, das Fortschreiten des Haarausfalls zu verzögern.
Generell hängt ein Behandlungserfolg maßgeblich vom Stadium des Haarausfalls ab. Ist es in einem frühen Stadium schon schwer genug, einen neuen Wachstumsschub herbeizuführen, gestaltet es sich für Männer mit ausgebildeter Glatze als nahezu unmöglich, Wachstum zu reaktivieren. Hier hilft oftmals nur noch eine Haartransplantation, das Toupet oder die altbewährte Perücke.
Therapie bei kreisrundem Haarausfall
Bis heute ist noch keine Therapieform für die Alopecia areata gefunden worden, die die Krankheit ursächlich heilen kann. Es gibt allerdings viel versprechende Symptomtherapien, die zu einer vollständigen Wiederbehaarung beitragen können. Selbst die beste Therapie kann jedoch nicht verhindern, dass das Haar eventuell wiederholt ausfällt. Außerdem reicht es häufig aus, abzuwarten und den körpereigenen Heilungsprozess hierdurch zu unterstützen. Bei der Mehrzahl der Patienten mit gering ausgeprägter Alopecia areata ist eine Besserung oder eine Abheilung der kahlen Stellen innerhalb weniger Monate zu erwarten. Daher sollte eine Therapie sorgfältig nach Nutzen-Risiko-Erwägungen ausgewählt werden.
Da eine hormonelle Ursache für den kreisrunden Haarausfall nicht besteht, unterscheiden sich die zur Behandlung der Alopecia areata eingesetzten Produkte von jenen, die für den hormonell-erblichen Haarausfall eingesetzt werden. Bei einer geringen Ausprägung und kurzen Bestandsdauer des kreisrunden Haarausfalls reichen häufig die Einnahme von Zink und die Anwendung einer Kortison-Lösung aus. Ferner kann eine lokale Reiztherapie mit dem Wirkstoff Dithranol in Betracht gezogen werden. Dithranol wird üblicherweise in der Therapie der Schuppenflechte eingesetzt. Die momentan effektivste Therapie ist die äußerliche Immuntherapie mit Diphenylcyclopropenon (DCP). Dieses Verfahren wird insbesondere bei größerer Ausdehnung der Alopecia areata eingesetzt.
Therapie bei diffusem Haarausfall
Die Therapie für diese äußerst seltene Form des Haarausfalls orientiert sich an der Behandlung der Grunderkrankung bzw. am Absetzen der ursächlichen Medikamente. Umstritten ist, ob auch eine gezielte Nahrungsergänzung einen positiven Therapieeffekt haben kann. Von bestimmten Substanzen - etwa Zink, Folsäure oder Vitamin C - kann der Körper keine Depots bilden und ist auf eine regelmäßige Versorgung angewiesen. Mangelsituationen können daher zu diffusem Haarausfall führen. Tatsächlich kommt es bei Bewohnern der westlichen Industrienationen aber nur selten zu signifikanten Mangelerscheinungen, weshalb Haarausfall in den allermeisten Fällen nicht ernährungsbedingt ist. Wer eine haargesunde Ernährung sicherstellen will, sollte auf Vollkorn- und Milchprodukte zurückgreifen, reichlich Obst und Gemüse konsumieren und auf eine ausreichende Versorgung von Biotin , Folsäure und Zink achten.
Im Bereich der medikamentösen Therapie hat eine erste Studie gezeigt, dass eine Kombination aus schwefelhaltigen Aminosäuren und B-Vitaminen den diffusen Haarausfall reduzieren kann.
Therapie bei spannungsbedingtem Haarausfall
Geht man von einer spannungsbedingten Ursache für Haarausfall aus, kann diese nur durch die Bekämpfung der direkten Ursache, also der Verspannung, behoben werden. Die Therapie kann in konsequentem Entspannungstraining (z.B. durch autogenes Training) oder in Biofeedback-Übungen (Erlernen der Muskelentspannung mit Hilfe von Hautelektroden und akustischen Signalen bei zu starker Anspannung der Muskulatur) bestehen. Diese Verfahren sind nicht nur hinsichtlich des Haarausfalls, sondern auch zur Stressbewältigung ratsam. Erforderlich ist jedoch sich die nötige Zeit dafür zu nehmen und die Übungen regelmäßig und diszipliniert durchzuführen. Nicht immer, und vor allem nicht kurzfristig, kann Haarausfall dadurch bekämpft werden.
Eine andere Möglichkeit zur Entspannung der Schädelmuskulatur stellt die medikamentöse Muskelrelaxation dar. In die verspannte Muskulatur des Schädeldachs wird vom Facharzt ein Muskelrelaxans gespritzt. Dieses Verfahren wird bereits seit Jahren nicht nur bei kosmetischen, sondern auch bei medizinischen Indikationen, z.B. beim Spannungskopfschmerz, durchgeführt. Die muskelentspannende Wirkung setzt innerhalb von zwei bis drei Tagen ein und hält für etwa vier bis sieben Monate an. Ziel der Behandlung soll es sein, dass sich das Haut- und Bindegewebe in dieser Phase wieder ohne Einschränkung durch die muskuläre Verspannung durchblutet und mit Sauerstoff versorgt werden kann, und sich somit die betroffenen Haarfollikel wieder umfassend regenerieren können.
Erste Untersuchungen und Tests zu mechanischen und medikamentösen Relaxations-Therapien sind viel versprechend. In einer Studie konnte bei über der Hälfte der einbezogenen Patienten der Haarausfall aufgehalten werden. In einer anderen Untersuchung erholte sich die vordere Haarlinie eines Patienten um 1 cm. In einer umfangreichen bundesweiten Falldokumentation soll die Effektivität der neuen Therapie ausgewertet und weiter optimiert werden.
Therapie bei Haarausfall bei Frauen
Eine mögliche Behandlungsmethode stellt bei Frauen die Verabreichung von hormonellen Kontrazeptiva dar, deren Antiandrogen- und Östrogenwirkung zum Ausgleich des Hormonspiegels beitragen.
Inhalt
- Willkommen
- Ursachen für Haarausfall
- Formen des Haarausfalls
- Therapiemöglichkeiten
- Medikamente bei Haarausfall
- • Impressum
Preisgünstig bestellen
Gesunde Haarwurzeln
Wichtige Mikronährstoffe unterstützen die Haarwurzel von innen mit wichtigen Mikronährstoffen und tragen so zu einem gesunden Haarwachstum bei.PRIORIN Kapseln - NEU
Für die Frau ab 40
In der Menopause (Wechseljahre) gerät der Hormonhaushalt einer Frau aus dem Gleichgewicht und stört das Haarwachstum. Das Haar lässt sich schlecht frisieren, wird dünn und brüchig; es fällt vorzeitig aus.PLANTUR 39 - KUR - Kombipackung
Haarausfall stabilisieren
Die patentierte Innovation gegen anlagebedingten diffusem Haarausfall bei Frauen.VICHY DERCOS - Aminexil SP 94 Frauen
Anlagebedingter Haarausfall
Wirkstoff - Beschleunigt das Wachstum der Haare bei Männern und Frauen, indem er die Haarzellen dazu bringt, sich schneller zu teilen. Zusätzlich hemmt er in der Kopfhaut den negativen Einfluss des männlichen Geschlechtshormons Testosteron auf den Haarwuchs.ELL-CRANELL alpha
Alopezie entgegenwirken
Regaine - Stabilisiert den Verlauf androgenetischer Alopezie / anlagebedingter Glatzenbildung und kann so dem fortschreiten entgegenwirken. Die Behandlung mit Regaine fördert das Haarwachstum.• REGAINE Frauen Lösung
• REGAINE Männer Lösung